Der Goldschatz in der Donau

von Brennstein

Goldschatz in der Donau

Der Goldschatz in der Donau

In der Donau entdecken ungarische Archäologen einen Schatz

Der Klimawandel führt dazu, dass sich das Leben und die Landschaft verändern. Viele Bereiche sind davon betroffen. Besonders die Natur leidet unter den negativen Folgen. Der diesjährige Sommer, der besonders heiß war, führte beispielsweise dazu, dass die Pegel der Flüsse stark sanken und die Schifffahrt in vielen Fällen nicht mehr möglich war. Doch dieser Aspekt erwies sich als Glücksfall für Forscher, die in der Donau ein versunkenes Schiff entdeckten. Nur durch den nierigen Pegel fanden sie das Wrack, auf dem sich einmalige Schätze befinden.

Die Entdeckung des versunkenen Schiffes

Das Handelsschiff stammt aus dem 18. Jahrhundert und war auf der Donau unterwegs, als es aus noch unbekannten Gründen sank. Mit ihm gingen viele wertvolle Schätze verloren, die nun wieder ans Tageslicht kamen. Der Fundort befindet in der Nähe der der ungarischen Stadt Erd, die südlich der Landeshauptstadt Budapest gelegen ist. Die Forscher stellten neben wertvollen Waffen, wie Säbeln, Degen oder auch Kanonenkugeln eine Vielzahl von Gold- und Silbermünzen sicher. Nach einer vorläufigen Zählung handelt es sich um ungefähr 2000 Stücke. Deren Wert müssen Experten nun herausfinden. Auf diese Weise bringen sie zusätzlich in Erfahrung, welches Ziel die Kaufleute hatten und wo der Ausgangspunkt ihrer Reise war. Es handelt sich um die bedeutete Entdeckung, die es in dieser Region in den letzten Jahren gab. Das Museumszentrum Ferenczy befasst sich mit den Recherchen und sammelt weitere Informationen. Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen können die Fachleute den Wert des Gold- und Silberfundes genauer beziffern.


Die Rekordhitze als verantwortlicher Faktor für den Fund

Durch den niedrigen Wasserstand waren Reste des Schiffs aufgetaucht und erweckten daher das Interesse der Altertumsforscher. In der Vergangenheit war die Donau ein wichtiger Transportweg innerhalb Europas, weshalb die viele Wasserfahrzeuge dort mit ihren Gütern verkehrten. Immer wieder kam es zu Unglücken, bei denen die Fracht verloren ging und auf den Grund des Flusses sank. Dort war sie verloren und niemand konnte sie bergen. Doch die geringen Niederschlagsmengen verbunden mit den Rekordwerten, welche Messstationen bei den Temperaturen vermeldeten, sorgten dafür, dass das Flussbett wieder zugänglich wurde. Taucher und Drohnen kamen bei der Bergung zum Einsatz. Da es in den nächsten Tagen wieder zu einem Anstieg des Wasserstandes kommt, müssen die Fachleute schnell und präzise arbeiten.

Details zum Münzschatz

Nach einer ersten Sichtung gehen die Experten davon aus, dass die Prägungen aus den Jahren 1630 bis ungefähr 1743 stammen. Dabei handelt es sich zu 90 Prozent um Münzen, die aus dem Ausland stammen. Auch die ersten Herkunftsländer konnten die Fachleute schon ermitteln. So stammen viele Stücke aus Frankreich, den Niederlanden, der schweizer Metropole Zürich und sogar aus dem Vatikan. Schon der Aspekt, dass sich Zahlungsmittel aus dem päpstlichen Besitz unter den Geldstücken befinden deutet darauf hin, dass der Gesamtwert extrem hoch ist.

 

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